Bayern – Huml lässt Folgen des Flüchtlingsstroms für Gesundheitswesen untersuchen

Bayerns Gesundheitsministerin: Ausschreibung für umfangreiches Gutachten gestartet

News-24 - Bayern - Aktuell - © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege -Bayern / München – Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml lässt die mittelfristigen Folgen der Ankunft zahlreicher Flüchtlinge im Freistaat für die medizinische Versorgung prüfen. Huml betonte am Sonntag: „Es wird ein umfangreiches Gutachten zu diesem Thema geben. Die europaweite Ausschreibung dafür ist jetzt gestartet.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Unser Gesundheitssystem steht angesichts der hohen Flüchtlingszahlen vor großen Herausforderungen. Ich möchte genau wissen, was uns erwartet – und wie wir die Weichen richtig stellen können. Wir haben in Bayern eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Das soll auch künftig so bleiben!“

Das Gutachten ist Teil des Sonderprogramms „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ der Bayerischen Staatsregierung. Geklärt werden soll vor allem, welcher zusätzliche Bedarf an medizinischer Versorgung in Bayern infolge der Zuwanderung von Asylbewerbern entsteht – insbesondere bei Krankenhäusern, in der Geburtshilfe sowie in der ambulanten ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung.

Huml unterstrich: „Für eine nachhaltige Gesundheitspolitik brauchen wir Zahlen und Fakten. Es geht um Fragen wie: Mit wie vielen Arztbesuchen von Asylsuchenden ist zu rechnen? Welches besondere Behandlungsangebot erfordern die Folgen von Krieg und Migration? Wie kann sich die Versorgungslandschaft in Bayern darauf einstellen? Brauchen wir mehr Personal in der medizinischen Versorgung und mehr Krankenhausbetten?“

Auch die möglichen zusätzlichen Kosten für die Krankenkassen, die Kommunen und den Steuerzahler in Bayern sollen prognostiziert werden. Die Ministerin erläuterte: „In dem Gutachten müssen auch die Bleibeperspektive und der mögliche Familiennachzug berücksichtigt werden.“ Mit Ergebnissen wird ab Mitte 2017 gerechnet.

© Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Autor: Bayern24 / Franken-Tageblatt