
Die Ministerin fügte hinzu: „Palliativmedizinische Dienste sind stationsübergreifend im Krankenhaus tätig. Speziell geschulte Ärzte, Pflegekräfte und weitere Fachkräfte kümmern sich mit menschlicher Wärme und großer Fachkenntnis um die Menschen und ihre Angehörigen.“
Für Huml ist der Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung der humane Gegenentwurf auf die Forderung nach aktiver Sterbehilfe oder Beihilfe zur Selbsttötung: „Menschen, die die besondere Betreuung einer palliativmedizinischen Versorgung erleben, verspüren weniger das Bedürfnis nach Sterbehilfe. Ziel ist ein Mehr an Lebensqualität in der letzten Lebensphase, indem Schmerzen oder andere Symptome wie Atemnot gelindert werden.“
Derzeit gibt es an insgesamt 96 Krankenhäusern in Bayern stationäre palliativmedizinische Versorgungsstrukturen. 48 Krankenhäuser verfügen über eine Palliativstation. Sechs Krankenhäuser haben sowohl eine Palliativstation als auch einen palliativmedizinischen Dienst. 48 Krankenhäuser haben ausschließlich einen palliativmedizinischen Dienst.
Allein in Nürnberg gibt es jetzt drei Angebote der stationären Palliativversorgung (eine Palliativstation und zwei palliativmedizinische Dienste). Darüber hinaus gibt es Nürnberg zwei stationäre Hospize, ein Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) für Erwachsene und ein SAPV-Team für Kinder.
Im Freistaat sind insgesamt 36 SAPV-Teams für Erwachsene tätig – davon 18 im ländlichen Raum sowie vier Teams für Kinder- und Jugendliche. In diesem Jahr stellt der Freistaat wieder insgesamt 100.000 Euro für die Anschubfinanzierung von SAPV-Teams zur Verfügung.
Der Freistaat unterstützt zudem den Ausbau stationärer Hospize mit bis zu 10.000 Euro pro Hospizplatz. Im stationären Bereich verfügt Bayern derzeit über 18 Hospize mit 182 Plätzen sowie ein stationäres Kinderhospiz im schwäbischen Bad Grönenbach.
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