WÖHLER zum Tag der Pflege: Digitalisieren, Flexibilisieren, Entbürokratisieren – Die Zeit des Handelns ist jetzt!

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WÖHLER zum Tag der Pflege: Digitalisieren, Flexibilisieren, Entbürokratisieren – Die Zeit des Handelns ist jetzt!

Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege betont der Medizinische Dienst Bayern die Notwendigkeit von schlankeren, flexibleren und effizienteren Strukturen sowie digitalen und optimierten Prozessen in der Pflegebegutachtung und bei der Qualitätssicherung in Pflegeeinrichtungen und Betreuungsdiensten.

Der Medizinische Dienst Bayern plädiert konkret für:

  • Die Digitalisierung der Pflegedokumentation, um den Dokumentationsprozess effizienter zu gestalten und Qualität zu sichern.
  • Die weitere Flexibilisierung der Begutachtungsformate per Telefon und Videoschalte, um Wartezeiten für Versicherte zu reduzieren und Ressourcen zu schonen.
  • Den Zugriff des Medizinischen Dienstes auf die e-Patientenakte, um wichtige Informationen schnell und präzise abrufen zu können.
  • Eine bessere Verzahnung der Akteure im Pflegesektor, um eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten sicherzustellen.

Dazu Prof. Dr. Claudia Wöhler, Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bayern: „Der Internationale Tag der Pflege rückt heute die Bedeutung der Pflege und ihren Wert in den Fokus. Der gesamte Pflegebereich steht vor enormen Herausforderungen. Allein in Bayern wird die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahren massiv steigen*. Dadurch steigen die Herausforderungen für das gesamte System.

Um den damit einhergehenden Anforderungen gerecht zu werden, braucht es innovative Ansätze und eine enge Verzahnung aller Akteure. Die Digitalisierung bietet großes Potenzial für Qualitätssteigerungen und Effizienz. In einer weiteren Flexibilisierung der Begutachtungsformate, vor allem per Telefon und Videoschalte, sehen wir einen großen Mehrwert für die Versicherten. Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie belegen, dass kürzere Wartezeiten oder das telefonische Zuschalten von Angehörigen zu einer hohen Zufriedenheit bei den Antragstellern führen.

Außerdem ist eine gute und bürokratiearme Zusammenarbeit aller Akteure unerlässlich, um sicherzustellen, dass pflegebedürftige Menschen die benötigte Unterstützung erhalten und eine hochwertige Pflege möglich ist. Die Zeit des Handelns ist jetzt! Die Zukunft der Pflege liegt in unserer aller Hände. Mit den richtigen Maßnahmen können wir die Pflege in Bayern auf eine solide und zukunftsfeste Basis stellen.“

*Die Zahl der Pflegebedürftigen in Bayern liegt derzeit bei rund 586.000 (Stand 2022, Statistisches Bundesamt) gemäß dem Pflegeversicherungsgesetz und wird aufgrund der demografischen Entwicklung voraussichtlich weiter steigen. Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2055 zwischen 900.000 und 1,1 Millionen Pflegebedürftige im Freistaat Bayern zu erwarten sind, was die Herausforderungen in der Pflege zusätzlich verstärken wird.

Der Medizinische Dienst Bayern ist ein kompetenter, unabhängiger und fairer Begutachter und Berater. Mit rund 1.700 Mitarbeitern, überwiegend Ärzte und Pflegekräfte, übernimmt er wichtige Aufgaben bei der Begutachtung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit sowie in der Qualitätssicherung. Der Medizinische Dienst Bayern prüft im Auftrag der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen. Mit seiner hohen Fachkompetenz und objektiven Begutachtungen trägt er zur Weiterentwicklung einer qualitativen Gesundheitsversorgung bei. Als Begutachter, Wegweiser und Berater leistet der Medizinische Dienst Bayern mit seinen 24 Beratungs- und Begutachtungszentren einen unschätzbaren Beitrag im Gesundheitsbereich. Er ist verlässlicher Ansprechpartner und Experte in Gesundheitsfragen und steht den Versicherten nicht nur in Notfällen zur Verfügung, sondern berät auch präventiv. Der Medizinische Dienst Bayern bietet Unterstützung in Form von Veranstaltungen wie „MD im Dialog“ an, bei denen er darüber informiert, wie Pflegebedürftigkeit vermieden werden kann, wann ein Pflegeantrag sinnvoll ist und welche Informationen dafür benötigt werden. Die Experten des Medizinischen Dienstes Bayern sind speziell geschult, um mit den Versicherten klar und verständlich zu kommunizieren.

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Text: Fabienne Rzitki – Medizinischer Dienst Bayern

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Autor: Redaktion Franken-Tageblatt