Von Heinz Gläser

Nun, der Franzose gefällt sich weiterhin in der Rolle der verfolgten Unschuld. Chapeau! Das Skurrile an der Affäre „Blattini“ ist ja, dass allein das Zustandekommen und die Abwicklung des dubiosen Zwei-Millionen-Deals zwischen den beiden thematisiert werden. Dabei drängt sich doch die Frage auf, von welch außerordentlicher Qualität die Beratertätigkeit Platinis war, dass sie mit dieser hohen Summe honoriert werden musste. Oder denkt man im Fußball nur noch siebenstellig? Im Minimum!
Sepp Blatter und Michel Platini beschreiten nun den juristischen Weg. Das ist ihr gutes Recht. Auf eine herausgehobene Position im Weltfußball sollten sie aber nicht mehr hoffen. Das würde dem versprochenen Neuanfang, der sich ja ohnehin erst zart andeutet, Hohn sprechen. Ein pikantes Detail der Affäre bleibt, wie sich die ehemaligen Busenfreunde und jetzigen Erzrivalen gemeinsam ins sportpolitische Aus manövriert haben.








