Coburg – „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ – der Arbeitskreis „Keine sexuelle Gewalt“ engagiert sich für das Thema

www.franken-tageblatt.de - Coburg - Aktuell -Coburg – Am 25. November 2017 erinnert der weltweite Aktionstag an das hohe Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und macht auf dieses Tabuthema aufmerksam. Jede dritte Frau ist betroffen. Viele Frauen schweigen aus Angst und Scham, aber auch das Umfeld schaut weg. Weltweit gibt es an dem Tag Gedenkveranstaltungen und Aktionen zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen.

International organisieren Menschenrechtsorganisationen wie „Terre des Femmes“ Veranstaltungen, bei denen es um die Einhaltung von Menschenrechten gegenüber Frauen und Mädchen geht. Sie haben die Einhaltung der Menschenrechte zum Ziel und wenden sich gegen Zwangsprostitution, Zwangsheirat, sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung und häusliche Gewalt.

Bundesweit finden Frauen über das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, das rund um die Uhr und an 365 Tagen unter der Rufnummer 08000 116016 erreichbar ist, Hilfe.

Auch über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene und auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen anonym, kostenlos, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen beraten lassen.

In Coburg engagieren sich neben der Notrufstelle und dem Frauenhaus auch der Arbeitskreis „Keine sexuelle Gewalt“ seit über 25 Jahren für das Thema in unterschiedlichsten Arbeitsgruppen und dementsprechend verschiedenen Themenbereichen.

„Wir sind stolz, dass wir seit mehr als 15 Jahren das Präventionstheaterstück „Katzen und Mrs. Murr“ jährlich an interessierte Schulen bringen“, so Marianne Morchel, eine der Mitbegründerinnen des Arbeitskreises und immer noch in der Leitung des Arbeitskreises engagiert. Das selbst geschriebene und inszenierte Theaterstück und die betreute Nachbereitung leisten einen wertvollen Beitrag zum Kinder- und Jugendschutz und setzen bereits in der Grundschule präventiv an.

Darüberhinaus gibt es aber noch weitere Bausteine, wie der zwei Mal im Jahr stattfindende Runde Tisch gegen häusliche Gewalt, der immer wieder spannende Themen aufgreift und der von interessierten Fachleuten aus unterschiedlichsten Einrichtungen und Institutionen nun bereits 10 Mal besucht wurde. Passend zum Aktionstag fand dieser zum Thema Cybercrime statt. Denn durch das Internet sind inzwischen weitere Schauplätze für Belästigung dazu gekommen.

Aus den Veranstaltungen des Runden Tisches wurden inzwischen viele Aktionen aus der Taufe gehoben. So entstanden Notfallkärtchen mit Telefonnummern, gab es eine Bäckertütenaktion mit dem Motto „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“, eine Kitteltaschenkartenaktion an Ärzte gerichtet, Infostände in der Fußgängerzone und es entstand der Arbeitskreis „Gewalt im Alter“. Mit der Informationsschrift „Gewalt kommt uns nicht ins Haus“ und der bundesweit einmaligen Coburger Pflegecharta verpflichteten sich fast alle stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen in Coburg Stadt und Land zu einer wertschätzenden und gewaltfreien Pflege.

Ein Expertenteam aus Vertreterinnen des Arbeitskreises steht bereit für Beratungen und unterstützt bei Fragen und Problemen zur Betreuung in stationären Einrichtungen oder auch durch ambulante Pflegedienste. Ziel ist es, den Pflegenden wie auch den Gepflegten, einen Leitfaden an die Hand zu geben, der im Falle einer Eskalation Hilfestellungen für beide Seiten anbietet. Es sind dort direkte Ansprechpartner/innen genannt, die in den Fällen konkret weiterhelfen können.
Der Flyer kann kostenlos unter E-Mail: susanne.mueller@coburg.de anfordert werden.

Der Arbeitskreises „Keine sexuelle Gewalt gegen Frauen“ wird sich am Samstag den 25.11.2017 ab 10.00 Uhr mit einem Aktionsstand „Am Gräfsblock“ passend zum internationalen Aktionstag präsentieren und dabei auch Infomaterial verteilen.

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Urheber: Stadt Coburg

 

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