Bayern – Scharf: Naturschutz geht nur mit starken Partnern – Vertragsnaturschutzprogramm soll um 10 Millionen Euro aufgestockt werden

Neues-Franken-Tageblatt - Umwelt-Natur und Tiere - Aktuell -Bayern / München – Bayern hat durch seine einzigartige Naturvielfalt eine Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Es ist zudem eines der attraktivsten Ferienländer der Welt. Diese Position soll erhalten und ausgebaut werden – im Einklang mit unserer Naturheimat und in Kooperation mit der Gesellschaft. Das betonte heute die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf anlässlich der geplanten Erhöhung der Mittel für das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm.

„Der Erhalt unserer biologischen Vielfalt ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Unser Ziel ist Naturschutz im Konsens mit der Gesellschaft. Freiwillige Maßnahmenprogramme sind hier Mittel erster Wahl. Unsere Programme beweisen seit vielen Jahren, dass sich eine maßvolle Nutzung von Flächen und Anliegen des Naturschutzes nicht ausschließen. Naturverträgliche Landnutzung ist der beste Garant für artenreiche und vielfältige Lebensräume. Den erfolgreichen bayerischen Weg werden wir konsequent weiterverfolgen. Speziell im Bereich des Vertragsnaturschutzes wollen wir eine spürbare Aufwertung hinbekommen. Wir planen mit einer Aufstockung um 10 Millionen Euro. Damit wird auch das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 weiter mit Leben erfüllt“, so Scharf.

Das Vertragsnaturschutzprogramm honoriert freiwillige Naturschutzleistungen von Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen, beispielsweise die spätere Mahd von Wiesen zum Schutz bodenbrütender Vogelarten oder die Schafbeweidung zum Erhalt der blütenbunten Magerrasen. Es ist ein wesentliches Element der bayerischen Naturschutzpolitik. Vorbehaltlich der kommenden Haushaltsverhandlungen für den Doppelhaushalt 2017/18 wird das Volumen des Vertragsnaturschutzprogramms um jährlich 5 Millionen Euro auf rund 45 Millionen Euro pro Jahr inklusive Mittel der EU aufgestockt.

Bayernweit umfassen die Flächen im Vertragsnaturschutzprogramm derzeit etwa 80.000 Hektar. Rund 18.000 Betriebe nehmen an dem Programm teil. Es trägt damit auch zur Existenzsicherung insbesondere von bäuerlichen Familienbetrieben bei. Seit der Neuauflage des Vertragsnaturschutzprogramms im Jahre 2015 hat das Interesse der Landwirte 2016 am VNP nochmals zugenommen. Zusammen mit den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien werden mit dem Vertragsnaturschutz auch wichtige Akzente für die Umsetzung des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sowie des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030 gesetzt.

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Autor: Bayern24 / Franken-Tageblatt