A9 / BERG – „Phantasieführerschein“ vorgelegt

Polizei-im-Einsatz-A9 / BERG, LKR. HOF – Einen sogenannten „Phantasieführerschein“ händigte ein ausländischer Lastwagenfahrer am Freitagvormittag Verkehrspolizisten aus Hof bei einer Kontrolle an der Autobahn A9 aus. Nun muss sich Mann, der noch nie Fahrstunden genommen hat, strafrechtlich verantworten.

Die Streifenbesatzung überprüfte den Lastwagen, gegen 9.45 Uhr, auf der Rastanlage Frankenwald-Ost. Im Rahmen der Kontrolle gab der 40 Jahre alte syrische Fahrer den Polizisten einen zweiteiligen internationalen Führerschein. Den Beamten war sofort klar, dass es sich bei den vorgelegten Dokumenten um einen sogenannten „Phantasieführerschein“ handelt. Diese Führerscheine sind zum Teil echten Dokumenten nachempfunden, berechtigen aber natürlich nicht zum Fahren von Kraftfahrzeugen.

Auf Vorhalt räumte der 40-Jährige schließlich ein, dass er den Führerschein für 1.500 Euro in der Ukraine bekommen hat, ohne je eine Fahrschule besucht zu haben. Selbstverständlich hatte er sich in dem erworbenen Führerschein gleich alle Fahrerlaubnisklassen eintragen lassen. Die Polizisten stellten das falsche Dokument sicher und untersagten dem Mann die Weiterfahrt. Er wird wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung angezeigt.

Auch der Halter des Lastwagens bekommt Strafanzeige, da er den 40-Jährigen ohne Fahrerlaubnis mit dem Fahrzeug hatte fahren lassen.

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Bayrische Polizei

 

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