Kiefersfelden / A93 – Vom Bruder vor Gefängnis bewahrt – Bundespolizei nimmt gesuchten Straftäter fest

Polizei-im-Einsatz-Kiefersfelden / A93 – Bundespolizisten haben am Montag (11. Dezember) einen irakischen Staatsangehörigen auf der A93 festgenommen. Der 43-Jährige wurde per Haftbefehl gesucht. Mehr als 2.000 Euro war er der Justizkasse schuldig.

Die Rosenheimer Bundespolizei stoppte bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden einen Reisebus auf der Fahrt von Rom nach München. Bei der Personalienüberprüfung der Insassen schlug der Fahndungscomputer bei einem Iraker, der einen deutschen Flüchtlingspass vorlegte, Alarm.

Das Amtsgericht Bayreuth hatte den Mann im Juli dieses Jahres wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 2.100 Euro einschließlich Verfahrenskosten verurteilt. Alternativ legte der Richter eine 110-tägige Freiheitsstrafe fest. Statt seine Justizschulden zu zahlen, hatte sich der Verurteilte offenbar ins Ausland abgesetzt.

Die Beamten nahmen den Festgenommenen mit zur Dienststelle. Von dort rief der 43-Jährige seinen Bruder an und bat diesen, die geforderte Summe aufzutreiben und ihn so vor der über dreimonatigen Haftstrafe zu bewahren.

Nachdem der Angerufene den vierstelligen Betrag bei einer Polizeidienststelle in Niederbayern eingezahlt hatte, wurde der Iraker aus dem Gewahrsam entlassen und konnte seine Reise Richtung München fortsetzen.

OTS: Bundespolizeidirektion München

 

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