Bayern – Melanie Huml erfreut über positiven Trend bei Altenpflege-Nachwuchs

Bayerns Gesundheitsministerin: Ausbildungszahlen deutlich gestiegen – Neue Broschüre zur HERZWERKER-Kampagne

News-24.bayern - Gesundheitspolitik im Land - Aktuell -Bayern / München – Altenpflege-Nachwuchs: In Bayern wächst das Interesse junger Leute an der Altenpflege-Ausbildung. Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml betonte am Freitag: „Innerhalb von fünf Jahren ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Altenpflege im Freistaat um fast 35 Prozent gestiegen. Das ist eine sehr gute Nachricht – und zwar nicht nur für Pflegebedürftige und deren Angehörige, sondern auch für unsere Gesellschaft insgesamt!“

Huml fügte hinzu: „Es ist ein wichtiges Ziel von mir, mehr Menschen für den Altenpflegeberuf zu gewinnen. Deshalb wird die entsprechende Initiative ‚HERZWERKER‘ des Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministeriums weiter ausgebaut. Mit dem Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen – und umso mehr Fachkräfte werden künftig gebraucht.“

Konkret gab es im Schuljahr 2014/2015 in Bayern insgesamt 7.641 Schülerinnen und Schüler in der Altenpflege. Im Schuljahr 2009/2010 waren es nur 5.674. Seitdem stieg die Zahl stetig an. Im Schuljahr 2013/14 lag sie bei 7.286.

Huml unterstrich: „Pflege geht uns alle an – und sie wird in unserer alternden Gesellschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Deshalb müssen wir handeln! In der Politik arbeiten wir bereits mit Nachdruck daran, die Rahmenbedingungen für den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten. Gefordert sind sowohl Staat und Kommunen als auch die Träger von Pflegeeinrichtungen.“

Der Ausbau der HERZWERKER-Kampagne ist ein Teil des Fünf-Punkte-Plans für eine bessere Ausbildung in der Altenpflege, den Huml im vergangenen Jahr vorgelegt hat. Zu den weiteren Punkten zählt eine deutliche Entbürokratisierung der Pflege-Arbeit durch weniger Dokumentationsaufwand. Außerdem werden derzeit die Eckpunkte für die Einführung einer Ausbildungsumlage abgestimmt.

Die Ministerin ergänzte: „Im Rahmen des Pflegeberufsgesetzes setze ich mich für eine Refinanzierung der Kosten der Praxisanleitung und für die Regelung eines Mindestumfangs ein. In diesem Sommer ist darüber hinaus ein Projekt zur Verringerung von Ausbildungsabbrüchen gestartet.“

Aktuell hat das Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium eine neue Informationsbroschüre mit dem Titel „HERZWERKER-Karriere“ aufgelegt. Sie wird auch auf der Berufsbildungsmesse für Aus- und Weiterbildung im Dezember in Nürnberg zum Einsatz kommen. Zudem gibt es seit diesem Schuljahr neue praxisnahe Unterrichtsmaterialen zum Beruf der Altenpfleger für Lehrer an allgemeinbildenden Schulen und den Berufskundeunterricht.

Huml betonte: „Was wir vor allem brauchen, ist eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung des Pflegeberufes. In der Pflege sind Menschen tätig, die nicht nur mit Hand und Köpfchen arbeiten wollen, sondern auch ihr Herz mit einbringen. Ihnen macht es Spaß, anderen Menschen mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu vermitteln, ihnen Perspektiven zu eröffnen, sie zu fördern und zu begleiten. Das sind wahre Herzwerker.“

Weitere Informationen sind im Internet bei www.HERZWERKER.de zu finden.

© Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Autor: Bayern24 / Franken-Tageblatt